Bräuche und Traditionen

Die Hochzeitsbräuche und -traditionen sind vielseitig, hier finden Sie alles, was Sie unbedingt wissen sollten:

Was sollte die Braut haben:Strumpfband

Die Braut sollte bei der Hochzeit etwas Neues, etwas Altes, etwas Geborgtes und etwas Blaues tragen. Dies soll das ganze Glück für die Ehe bringen.
Hinweis: Viele Frauen haben es schwer mit der blauen Farbe. Daher nehmen Sie es als Strumpfbandfarbe.

 

Wer besorgt den Brautstrauß?

Der Bräutigam soll den Brautstrauß aussuchen und natürlich kaufen. Kleiner Tipp für den Bräutigam: Erfragen Sie die Farbe des Brautkleides und sagen Sie es Ihrem Floristen.

Eine guter Brauch ist es, nach 24 Uhr den Brautstrauß von der Braut rückwärts zu den noch nicht verheirateten Frau zu werfen. Die Frau, die den Brautstrauß fängt, soll als Nächste heiraten.

 

Reis werfen - aber Vorsicht!

Nach der Trauungszeremonie wird das Brautpaar mit Reis beworfen. Achten Sie aber darauf, dass es zu einer Rutschgefahr kommen kann, wenn das Brautpaar auf einer Treppe ist. Das Werfen von Reis soll ein Zeichen der Fruchtbarkeit sein und die Anzahl der Reiskörner im Haar der Braut geben die Anzahl der Kinder an, die das Paar bekommen wird.
Hinweis: Reis werfen ist nicht vor jedem Standesamt erlaubt. Bitte Informieren Sie sich vorher.

 

Warum Blumenkinder?

Auch das Streuen von Blumen soll ein Hinweis für die Fruchtbarkeit sein und dem Brautpaar reichlich Nachwuchs bescheren. Hinweis: Blumen werfen ist nicht vori jedem Standesamt erlaubt. Bitte informieren Sie sich vorher.

 

Brautjungfern

Die Brautjungfern sollten unverheiratete Frauen sein, die die Braut in die Kirche begleiten. Da sie meist ähnliche Kleider wie die Braut tragen, sollen sie die bösen Geister von der Braut ablenken.

 

Abtanzen der Schuhe

Das Abtanzen ist auch eine alte Sitte, die der Braut die Kosten der Schuhe wieder einspielen soll. Die Trauzeugin oder der Diskotheker kündigen das Abtanzen an. Es sollte nach Möglichkeit ein Lied ausgesucht werden, was nicht kürzer als 4 Minuten und nicht länger als 10 Minuten sein sollte.
Es fängt immer der Vater der Braut an zu tanzen und durch ein festgelegte Summe (5 oder 10 €), wechselt ständig der Tanzpartner. Die Trauzeugin sammelt inzwischen das Geld ein oder man steckt es an das Kleid der Braut.

 

Schleiertanz

Durch den Schleiertanz (meist um 24 Uhr) soll der Braut der Schleier abgenommen und durch Brautjungfern in kleine Fetzen gerissen werden. Diese Stücke werden dann an die Freundinnen und Brautjungfern verteilt, so dass diese auch etwas von dem reichen Segen abbekommen, den die Brautleute an ihrem Hochzeitstag erfahren haben.

 

Strumpfband

Dieses Ereignis wird von der Braut und dem Bräutigam gemeinsam angekündigt. Der Trauzeuge des Brautpaares oder der Diskotheker leitet die Versteigerung, geht mit einem Hut herum und sammelt das gebotene Geld von den Gästen ein. Geboten wird amerikanisch, d.h. jeder Bieter muss die Differenz vom alten zum neuen Gebot bezahlen, auch wenn er dann überboten wird. Der "Ertrag" der Versteigerung wird dann dem Brautpaar für die Haushaltskasse überreicht.

 

Dosen am Auto oder Hupkonzert

Die lauten Geräusche sollen die Menschen im Ort darauf aufmerksam machen, dass ein Hochzeitspaar vorbeifährt. Achten Sie aber darauf, dass es zu keiner Behinderung oder Gefährdung des Verkehrs kommt.

 

Braut über die Schwelle tragen

Angeblich lauern unter der Türschwelle böse Geister, die der Braut ihr Glück missgönnen. Um sie vor diesen dunklen Mächten zu beschützen, muss der Bräutigam seine Frau über die Schwelle tragen.

 

Brautschuhe mit Pfennigen bezahlen

Da früher die Leute arm waren, musste man für die Aussteuer der Braut richtig sparen. Wenn eine Braut daher ihre Brautschuhe durch ständige Sparsamkeit selbst bezahlen konnte, war dies für den zukünftigen Ehemann ein Zeichen, dass die Frau sparsam und treu ist.

 

Regeln beim Polterabend

Der Polterabend findet in der Regel vor dem Haus der Braut bzw. deren Eltern statt, Ausnahmen von dieser Regel können beispielsweise Platzgründe sein. Das Brautpaar gibt lediglich den Termin bekannt, lädt aber niemanden im Einzelnen ein. Manch ein Brautpaar sieht darin die Möglichkeit, viele Personen, die zur Hochzeit selber nicht eingeladen werden können, so teilhaben zu lassen. Daher wird auch für eine Verköstigung gesorgt.

Der eigentliche Höhepunkt dieses Brauches ist das Zerbrechen durch Hinwerfen von mitgebrachtem Porzellan, aber auch Steingut, Blumentöpfe oder Keramikartikel, wie Fliesen, Waschbecken und Toilettenschüsseln, sind gern verwendete Wurfgegenstände. Auch metallene Gegenstände, wie Blechbüchsen, Kronkorken und Konservendeckel, sind zum Poltern verbreitet. Verboten hingegen sind Gläser (Glas steht für Glück, das nicht zerstört werden soll) oder gar Spiegel (ein zerbrochener Spiegel steht für sieben Jahre Pech). Das Brautpaar muss dann gemeinsam den Scherbenhaufen entsorgen.

Die Gäste bringen üblicherweise keine Geschenke mit, können dies aber tun. Wer dem Paar etwas schenken möchte, aber nicht zur Hochzeit selber geht, kann das Geschenk am Polterabend übergeben. Die Kleidung ist meist eher leger. Besonders das Brautpaar trägt meist nicht die neuesten Kleidungsstücke, denn mancherorts wird um Mitternacht die Hose des Bräutigams verbrannt und die Schuhe der Braut auf ein Holzbrett genagelt. In manchen Regionen wird der BH der Braut zusammen mit der Hose des Bräutigams verbrannt. Die Asche wird zusammen mit einer Flasche Schnaps eingegraben. Nach einem Jahr wird die Flasche ausgegraben und geleert.

Der Polterabend wird meist am Vorabend der kirchlichen oder standesamtlichen Trauung gefeiert. Findet der Polterabend direkt am Vorabend der kirchlichen Hochzeit statt, ist es dem Brautpaar durchaus gestattet, sich vorzeitig (z. B. um Mitternacht) von der Feier zu entfernen, um am nächsten Tag frisch und nicht verkatert zu sein

 

Streiche in der Wohnung des EhepaarsHochzisbrch 2

Dieser Brauch wird von einigen Hochzeitsgästen geliebt und von vielen verschmäht.
Man besorgt sich heimlich den Wohnungsschlüssel des Ehepaars und gestaltet während der Hochzeitsfeier die heimische Wohnung. Es kommt drauf an, was man dem Brautpaar zutraut. Meist wird das Schlafzimmer neu gestaltet.

Aber jeder sollte wissen, dass das Zersägen der Betten, Schmierereien - eigentlich eher zum Vandalismus gehört, als zu einem schönem Hochzeitsbrauch. Denken Sie aber daran, “Gute Freunde” helfen auch beim Aufräumen.

Unser Tipp: Wenn Sie schon was machen wollen, dann stellen Sie 2 Sektgläser und ein Sektflasche ans Bett - auch Herzluftballons können eine romantische Überraschung sein.

[Quellen: Wikipedia, Schanze, Zeidler - Foto: Schönberg U.]

 

Die TOPS und FLOPS der Hochzeitsbräuche ...

LIEBEND GERNE!

Die Kinder der Gäste damit beauftragen, der Braut einen Schuh zu stibitzen. Erst wenn genügend "Lösegeld" gesammelt wurde, bekommt sie ihn zurück. - Der Clou: Die Kleinen haben ihren Spaß und die Hochzeitskasse füllt sich von allein!

LIEBER NICHT ...

... dem Partner beim Hochzeitstanz auf den Fuß treten, weil man dann angeblich in der Ehe das Sagen hat. Bei Ihrem Eröffnungstanz schweben Sie vor lauter Glück nur so über das Parkett, wer soll Ihnen da auf die Füße treten?